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Veranstaltungen aus dem Landesverband
Veranstaltungen aus dem Landesverband

„Gemeinsam für Frieden“ – Jugendliche aus neun Nationen setzen starkes Zeichen der Erinnerung und Verständigung

Internationale Jugendbegegnung

Mit einer eindrucksvollen Abschlussveranstaltung auf dem Schwenninger Waldfriedhof ging die zweiwöchige Internationale Jugendbegegnung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. zu Ende. Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden“ hatten sich 21 Jugendliche aus neun Nationen vom 12. bis 26. August engagiert, um Gräber von Zwangsarbeitern zu pflegen und sich aktiv mit der Geschichte von Krieg und Gewaltherrschaft auseinanderzusetzen.

Im Zentrum der feierlichen Abschlussveranstaltung stand ein würdiger Moment des Gedenkens: Die Jugendlichen trugen selbst verfasste Friedensbotschaften in ihren jeweiligen Landessprachen vor und legten gemeinsam mit Oberbürgermeister-Stellvertreter Andreas Flöß, Landtagsabgeordneter August Schuler, Oberst d. R. und Bezirksvorstandsmitglied im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dem Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Tübingen, Klaus Tappeser, ebenfalls Vorstandsmitglied des Volksbund Landesverbandes Baden-Württemberg, ein Blumengesteck am Mahnmal nieder.

In seinem Grußwort dankte Andreas Flöß den Jugendlichen und allen Beteiligten im Namen des Oberbürgermeisters der Stadt Villingen-Schwenningen. In einer bewegenden Ansprache betonte er die Bedeutung des Engagements junger Menschen für eine friedlichere Zukunft.

Auch Landtagsabgeordneter August Schuler, richtete als Vertreter des Landesvorsitzenden des Volkbund- Landesverbandes Baden-Württemberg, Guido Wolf MdL, eindringliche Worte an die Anwesenden. Er hob hervor, dass Frieden kein Zustand, sondern eine dauerhafte Aufgabe sei, die immer wieder neu gestiftet werden müsse. Die Reise nach Süddeutschland sei für die Jugendlichen nicht nur ein Einsatz für die Erinnerung gewesen, sondern auch eine intensive Zeit des Austauschs und der Verständigung.

Beide Redner würdigten zudem ausdrücklich die Unterstützung der Bundeswehr, die durch logistische Hilfe, die Bereitstellung der Verpflegung sowie die Durchführung zahlreicher Fahrten während der Exkursionen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Begegnung leistete.

Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren kamen aus Bulgarien, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, Russland, Spanien, der Türkei und Ungarn. Zwei Wochen lang arbeiteten sie auf dem Waldfriedhof in Schwenningen an den Gräbern von Zwangsarbeitern und anderen Kriegsopfern, lernten dabei die Schicksale hinter den Namen kennen und reflektierten die historischen Zusammenhänge.

Neben der praktischen Arbeit spielte auch die pädagogische Begleitung eine zentrale Rolle: Besuche der KZ-Gedenkstätten Bisingen und Überlinger Stollen sowie des Erinnerungsorts Lerchenberg, Workshops und Seminare boten Raum für Diskussion, Austausch und persönliche Reflexion.

Ein besonderes Highlight war der interkulturelle Abend, bei dem die Jugendlichen ihre Heimatländer kreativ präsentierten und so die kulturelle Vielfalt Europas feierten.

Gemeinsame Ausflüge nach Straßburg, Tübingen, Konstanz, Meersburg und in den Schwarzwald rundeten das vielfältige Programm ab.

Die Veranstaltung war der würdige Abschluss einer intensiven, bewegenden und hoffnungsvollen Begegnung, die eindrucksvoll gezeigt hat: Frieden beginnt mit Erinnern – und mit dem Engagement junger Menschen.