Krieg ist eine Ausnahmesituation. Vieles, was im Frieden normal ist, scheint hier nicht zu gelten. Die Geschichte ist geprägt von Auseinandersetzungen mit Zehntausenden, Hunderttausenden
oder gar Millionen von Toten. Daraus ist ein Bewusstsein dafür entstanden, dass auch während der Kämpfe Regeln zu gelten haben. Die Ausstellung „Krieg und Menschenrechte“ des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. bildet die historische Entwicklung der Menschenrechte, deren Bedeutung für die Arbeit des Volksbundes sowie die Ahndung von Menschenrechtsverletzungen in aktuellen Konflikten ab.
Die Geschichte der Genfer Konventionen wird ebenso dargestellt wie die Rolle des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Anerkennung von sexueller Gewalt als Kriegsverbrechen im Völkerstrafrecht. Exemplarische Biografien zeigen darüber hinaus Menschen, die sich im Kampf für die Menschenrechte verdient gemacht haben oder Opfer von Menschenrechtsverletzungen wurden.
Eine dieser Regeln, die für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. besonders wichtig ist, besagt, dass die Würde des Menschen über den Tod hinaus gilt. Seit über 100 Jahren gibt der Volksbund Kriegstoten ein würdiges Grab. Dabei sieht der Volksbund die von ihm betreuten Friedhöfe mit ihren Millionen Toten nicht nur als Orte der letzten Ruhe, der Trauer und des Gedenkens, sondern auch als Mahnmal für Frieden.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum und dem wissenschaftlichen Beirat des Volksbundes.
| Bildungszentrum, Aula, Berghausen Programm hier | Ausstellung: "Krieg und Menschenrechte" Volksbund Kriegsgräberfürsorge e.V. Grußworte: Barbara Fuchs, geschäftsführende Leiterin des Bildungszentrums, Nicola Bodner, Bürgermeisterin, Pfinztal | 16.03. bis 23.03.2026, Vernissage 16.03.2026 18:00 |