Meldungen aus dem Landesverband

Horb-Betra: Schülerinnen für Kriegsgräber-Sammlung belohnt

Philipp Eichert

Für ihren Einsatz bei der Kriegsgräber-Sammlung im letzten November wurden zwei Betra Schülerinnen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge belohnt. Fünf Jahre lang hatten bisher drei Betra Mädels nach einem Engpass bei den Betra Sammlern die Sammlung von Haus zu Haus vorgenommen, bis dann letzten Herbst zwei Nachfolgerinnen gefunden wurden. Die ehemalige Sammlerin Hannah Baur hat ihre beiden jüngeren Zwillingsschwestern Enni (links) und Nele (rechts) davon überzeugen können, dass der ehrenamtliche Sammelauftrag in der Familie bleiben sollte.

Die beiden elfjährigen württembergischen Meisterinnen im Volley-Ball brachten ihren sportlichen Ehrgeiz auch in die Kriegsgräbersammlung ein und liefen die einzelnen Haushalte in der Tausend-Seelen-Gemeinde Betra bis zu sieben Mal an. Ihre Hartnäckigkeit wurde auch prompt mit einem außergewöhnlichen Sammelergebnis belohnt.

Mit 757,00 Euro viel das Sammelergebnis gegenüber den letzten Jahren fast um fünfzig Prozent höher aus. Volker Schütze (rechts), Geschäftsführer des Bezirksverbandes Nordbaden (Karlsruhe) im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge war denn auch sehr beeindruckt von der Hartnäckigkeit der beiden Schülerinnen, denn mache ganze Schulklassen brächten ein solch exzellentes Sammelergebnis nicht zustande. Dafür bekamen die beiden Mädels neben einer von Baden Württembergs Justizminister Guido Wolf und zugleich ehrenamtlicher Vorsitzender der Kriegsgräberfürsorge unterzeichneten Urkunde noch eine Eintrittskarte in den Europapark in Rust. Volker Schütze erläuterte noch kurz das Tun und Handeln der Kriegsgräberfürsorge: „Wir schauen zurück auf die Toten und wollen gleichzeitig im Gespräch an die Folgen der kriegerischen Auseinanderset-zungen erinnern“.

Ein passendes Zitat hatte er zudem parat: „Wer an Europa verzweifelt, sollte Kriegsgräber besuchen!“ Ortsvorsteher Andreas Schad (links) bedankte sich ebenfalls für das ungewöhnliche Engagement der bei-den Schülerinnen. Man brauche gar nicht so weit zu gehen um an die Vergangenheit erinnert zu werden. Schon ein Besuch des Kriegerdenkmals erinnere an die einst schwierige Zeit auch sein Opa wäre im Krieg geblieben. Es könne nicht falsch sein immer wieder an diese Zeit zu erinnern.

Text und Bild: Philipp Eichert

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