Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nimmt mit Trauer Abschied von Oberstudiendirektor a. D. Georg Prasser, der im Alter von 99 Jahren verstorben ist.
Er hat unseren Verband über Jahrzehnte geprägt. Vom ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Lahr, Dr. Phillip Brucker, übernahm er im Jahre 1977 den Vorsitz und hat den größten Bezirksverband der Kriegsgräberfürsorge bis 1982 sehr erfolgreich geführt. Zuvor hatte er einige Jahre den stellvertretenden Vorsitz inne.
Besonders bewundernswert ist dieses große Engagement vor dem Hintergrund der vielfältigen Verpflichtungen auf den verschiedensten Ebenen:
Aufgewachsen in Ravensburg, wurde er in Friedrichshafen nicht nur “Häfler”, sondern der damals jüngste Schulleiter Baden-Württembergs. Neben all den vielfältigen Aktivitäten im Alpenverein, war er seit 1959 Ortvorsitzender der Kriegsgräberfürsorge für Friedrichshafen. Er hat über 30 mal die Rede zum Volkstrauertag selbst gehalten und ansonsten stets die Feierlichkeiten mit organisiert. Er leitete die erfolgreiche Haus- und Straßensammlung an denen, verbunden durch seine Schultätigkeit, stets sehr viele Schüler teilnahmen. Ein besonderes Anliegen war ihm die Mahnung zum Frieden und es ist ihm gelungen, gemeinsam mit dem Mäzen Karl Fränkel mit der Errichtung von Namensstelen in Friedrichshafen einen weiteren Ort des Gedenkens zu erschaffen.
Weit über Friedrichshafen hinaus hat er für die Kriegsgräberfürsorge gewirkt, Festvorträge und Grußworte gehalten, bei Einweihungen, z. B. des Ehrenmales in Ravensburg gesprochen und für unser gemeinsames Werk geworben. Dass er seine Nachfolge im Ortsvorsitz für Friedrichshafen selbst geregelt hat und mit Frau Esther Stolz eine hervorragende Nachfolgerin fand, zeichnete ihn in besonderer Weise aus. Er war fünffacher Vater, altersmilder Großvater und Urgroßvater.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat Georg Prasser nicht nur mit der Weiß-goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes, erhielt auch die Albert-Schweitzer-Medaille des Volksbundes.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Volksbunds gedenken seiner in Respekt und Dankbarkeit. Bei der Trauerfeier wurde eine Schale niedergelegt und ein Nachruf gehalten.