Auf dem Friedhof in Backnang-Waldrems wurde am Dienstag, den 10. März an den im Jahr 2011 im Afghanistan-Einsatz getöteten Bundeswehrsoldaten Konstantin Menz erinnert. Angehörige, Wegge-fährten sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bundeswehr, dem Volksbund Deutsche Kriegs-gräberfürsorge und der Stadtgesellschaft kamen zur jährlichen Gedenkveranstaltung zusammen, um das Andenken an den damals 22-jährigen Soldaten wachzuhalten.
Gedenken an Konstantin Menz auf dem Friedhof in Backnang-Waldrems
Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren die Familie Menz, Backnangs Oberbürgermeister Maximilian Friedrich, Hartmut Holzwarth, Ober-bürgermeister der Stadt Winnenden und Vorsitzen-der des Bezirksverbandes Nordwürttemberg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Ralf Nentwich MdL, stellvertretender Vorsitzender des Volksbundes im Bezirksverband Nordwürttemberg, die Landtagsabgeordnete Simone Kirschbaum sowie der ehemalige Bundestagsabgeordnete Robert Antretter. Für das Landeskommando Baden-Würt-temberg der Bundeswehr nahmen Hauptfeldwebel Leseberg und Oberstleutnant Rödler teil. Ebenfalls anwesend waren Mitglieder des Backnanger Gemein-derats sowie ein ehemaliger Kamerad von Konstantin Menz, der mit ihm im Einsatz gedient hatte.
„Es waren und sind Menschen, die im Krieg getötet werden, keine abstrakten Zahlen.“
Ralf Nentwich
In seiner Ansprache erinnerte Ralf Nentwich an die Bedeutung des persönlichen Erinnerns: „Der Volksbund erinnert an die Folgen von Krieg und Gewalt. Es waren und sind Menschen, die im Krieg getötet werden, keine abstrakten Zahlen. Deshalb ist es uns besonders wichtig, an den Einzelnen und seine Lebensgeschichte zu erinnern.“ Zugleich dankte er der Familie Menz: „Ich bin dankbar, dass Familie Menz uns erlaubt, mit ihr an ihren getöteten Sohn und Bruder Konstantin zu erinnern.“
Backnangs Oberbürgermeister Maximilian Friedrich knüpfte daran an und betonte die Bedeutung des gemeinsamen Gedenkens: „Seit vielen Jahren kommen wir hier zusammen, um gemeinsam an Konstantin Menz zu erinnern. Sein Name gehört fest zu unserer Erinnerungskultur. Solange wir seinen Namen nennen und uns erinnern, ist er bei uns.“
Auch der ehemalige Bundestagsabgeordnete Robert Antretter, langjährig in der Parlamentarischen Versammlung der West-Europäischen Union engagiert, richtete Worte an die Anwesenden. Er erinnerte daran, dass Gedenken immer auch Verantwortung bedeutet, und zitierte die Worte: „Denk an uns, wenn du ihn ehrst.“
Text: Melanie Schuler, Stadtverwaltung Backnang
Seit 2011 wird in Backnang-Waldrems jährlich an Konstantin Menz erinnert. Das Gedenken steht stellvertretend für die vielen persönlichen Schicksale, die Krieg und Gewalt hinterlassen, und erinnert daran, wie wichtig es ist, die Namen und Geschichten der Opfer wachzuhalten.