Meldungen aus dem Landesverband Baden-Württemberg

Aufruf zur Haus- und Straßensammlung: „kostbarer Beitrag“

Offene Briefe von Bundeswehr, Volksbund und Reservistenverband zum Auftakt der jährlichen Spendenaktion (Sammlung in Baden-Württemberg vom 17.10.-20.11.2022)

(Originalartikel der Hauptseite des Volksbundes: www.volksbund.de, vom 1.9.2022)

 

Der mehrstimmige Aufruf von Bundeswehr, Volksbund und Reservistenverband zur Haus- und Straßensammlung hat in diesem Jahr ein besonderes Gewicht. Denn der Krieg in der Ukraine macht drastisch deutlich, dass Frieden, Freiheit und Sicherheit in Europa nicht selbstverständlich sind. Generalinspekteur Eberhard Zorn, Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan und Patrick Sensburg, Präsident des Verbands der Reservisten, rufen in offenen Briefen dazu auf, in den kommenden Wochen und Monaten Spenden für den Volksbund zu sammeln.

Generalinspekteur der Bundeswehr

Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Reservistinnen und Reservisten, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Wie jedes Jahr beginnt im Herbst bundesweit die Haus- und Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Wir alle stehen dabei unter dem Eindruck des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Das Leiden der Zivilbevölkerung, die vielen Opfer und Kriegstoten mahnen uns, dass Frieden, Freiheit und Sicherheit in Europa nicht beziehungsweise nicht mehr selbstverständlich sind.

Seit Gründung der Bundeswehr stehen die aktive Truppe und die Zivilbediensteten an der Seite des Volksbundes. Ihr freiwilliger Beitrag, Ihr Einsatz und Ihr Engagement, liebe Soldatinnen und Soldaten, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind nach wie vor die tragenden Säulen für den gemeinnützigen Auftrag des Volksbundes, Kriegsgräber zu erhalten, die Stätten als Lernorte und zur Persönlichkeitsbildung zu nutzen und mit unseren Freunden und Partnern der gemeinsamen Geschichte zu gedenken.

Jedes Jahr leisten Männer und Frauen der Bundeswehr eine Vielzahl von Pflegeeinsätzen auf deutschen Kriegsgräberstätten im Ausland und nehmen dabei auch die Einschränkungen der Corona-Pandemie in Kauf. Ob in Frankreich, in Polen, im Baltikum und auch in Nordafrika setzen sie sich sichtbar für die Völkerverständigung ein und agieren im besten Sinne als engagierte Botschafterinnen und Botschafter unserer Bundeswehr. Zahlreiche freiwillige Einsätze zur Pflege von Kriegsgräberstätten im Inland vervollständigen dieses Wirken in der Öffentlichkeit.

Wenn ich Sie nun – wie jedes Jahr – ermutige, zur Haus- und Straßensammlung unter die Leute zu gehen und unseren langjährigen Partner, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., zu unterstützen, dann tun Sie es bitte nicht nur als freiwilligen Dienst für unser Land, sondern auch als Zeichen dafür, dass wir unsere Kriegstoten aller Opfergruppen nicht vergessen haben. Die schmerzhaften Lehren aus der Vergangenheit bestärken uns in der Solidarität mit der Ukraine und unserem gemeinsamen Einsatz für eine friedliche, freie und demokratische Zukunft für Europa.

Für Ihren Einsatz und Ihre Unterstützung danke ich Ihnen von ganzem Herzen.

Eberhard Zorn
Generalinspekteur

 

Volksbund und Verband der Reservisten:
gemeinsamer Aufruf zweier Präsidenten

Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr!

Nachdem im vergangenen Jahr ganz besonders durch Sammlerinnen und Sammler aus Ihren Reihen sehr gute Erfolge bei der Haus- und Straßensammlung erzielt wurden, möchten wir das Format des gemeinsamen Briefs von zwei Präsidenten fortführen und somit eine neue Tradition etablieren.

Der Beitrag, den Reservistinnen und Reservisten jedes Jahr zur Friedensarbeit des Volksbundes und somit zu einer lebendigen Erinnerungskultur in Deutschland leisten, ist ungeheuer kostbar – ganz besonders in einer Zeit, in welcher unsere europäischen Werte durch einen Krieg in unmittelbarer Nähe bedroht werden.

Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, sich für Völkerverständigung und ein friedliches Miteinander stark zu machen und gemeinsam für das einzutreten, was die Demokratien der westlichen Bündnisse vereint. Die Kriegsgräberfürsorge, wie wir sie in Deutschland kennen, ist eine gesellschaftliche Institution, wie sie auch unsere Nachbarländer pflegen: Sie drückt Demut aus und zeigt, dass wir willens sind, aus der Vergangenheit zu lernen.

Deutschlandweit engagieren sich auch in diesem Jahr unzählige Reservistenkameradschaften für die Kriegsgräberpflege. Teilweise werden sie dabei sogar von Kameradinnen und Kameraden aus unseren Nachbarländern unterstützt. Die persönlichen Bande, die bei derlei grenzüberschreitendem Engagement geknüpft werden, zeigen ihre Stärke ganz besonders im Angesicht nationalistischer Tendenzen, internationaler Krisen und politischer Konflikte.

Wer im Zeichen der fünf Kreuze für die Kriegsgräberfürsorge sammeln geht, sagt Ja zu einer europäischen Erinnerungskultur und zu einem gemeinsamen Gedenken. Wer gemeinsam seiner Kriegstoten gedenkt und gemeinsam europäische Gräber pflegt, besinnt sich darauf, wie bedeutend und vor allem schützenswert das gelebte Miteinander, der Austausch und die Solidarität zwischen demokratischen Staaten doch sind.

Wir sagen danke für Ihr unermüdliches Engagement bei Kriegsgräber-Pflegeeinsätzen im In- und Ausland, mit der Sammeldose in der Hand bei der Haus- und Straßensammlung, oder mit Kranzniederlegungen und Gedenkzeremonien im Rahmen des Volkstrauertages. Wir, als die Präsidenten unserer beiden traditionell verbundenen Organisationen, möchten Sie ermutigen, auch in diesem Jahr wieder auf die Straße zu gehen und Spenden für die Kriegsgräberfürsorge zu sammeln, um ein Zeichen zu setzen gegen Gewaltherrschaft und Tyrannei und für ein geeintes, starkes Europa.

Wolfgang Schneiderhan                                Patrick Sensburg
Präsident des Volksbundes                           Präsident des Verbands der
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.           Reservisten der Deutschen
                                                                            Bundeswehr e. V.

Originalartikel von:

Christiane Deuse, Redakteurin Online & Print

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